Bauzinsen Entwicklung 2015

Bauzinsen Entwicklung: Geht es 2015 weiter in den Keller?

Zum Jahresanfang scheint es ganz so, als würden die Zinsen für Baufinanzierungen noch weiter fallen. Mit nie da gewesen Zinsen lässt sich im Jahr 2015 der Traum vom eigenen Haus günstig finanzieren. In unserer Tabelle können Sie selbst nachvollziehen, wie sehr Hypothekenzinsen in den vergangenen Monaten gefallen sind. Nachsehen haben diejenigen, die mit einem Forward-Darlehen auf steigende Zinsen spekuliert haben: Sie könnten Ihr Eigenheim jetzt zu einem wesentlich niedrigeren Zinssatz als vor einigen Monaten finanzieren. Deshalb nochmal der Hinweis: Seit das Forward-Darlehen eingeführt wurde, gab es kaum einen Zeitabschnitt, in dem es sich gelohnt hätte (glaube, das wurde erstmals 1998 von Dr. Klein für Privatpersonen angeboten – ach- hier steht es ja sogar: http://de.wikipedia.org/wiki/Forward-Darlehen).

Was war 2014 eigentlich los?

04. September 2014: Die Europäische Zentralbank verkündet eine erneute Leitzinssenkung. 0,05 Prozent! Damit sind sie so niedrig wie nie! Der Baufinanzierungs-Wahnsinn muss jetzt sofort beginnen! Wooohooo! 🙂

Gucken Sie doch grad mal hier: EZB senkt Leitzins weiter – auf 0,05 Prozent auf SPIEGEL ONLINE

Ermöglicht Draghi bald die Baufinanzierung zum Nulltarif?

Vielleicht gibt es auch gar kein Kreditvergabe-Problem, sondern ein Kredit-Nachfrage-Problem. Man sollte den Leuten einfach zu jeder Baufinanzierung mit 0 Prozent Zinsen noch 5000 Euro dazugeben. Dann ist alles gut, dann wird gebaut!

Die Leitzinsentscheidungen der EZB haben einen immer größeren Einfluss auf den Preis des Baugeldes. Der Präsident der Zentralbank kündigte an, die Zinssätze bis Ende 2016 auf dem historisch einmalig niedrigen Niveau zu halten. Für die Hypothekenzinsen bedeutet dies, dass sie aller Wahrscheinlichkeit nach in der zweiten Hälfte von 2014 weiterhin fallen werden.

Anfang des Monats Juni verkündete die Ratssitzung der EZB in Frankfurt am Main, dass der Leitzins auf ein neues Rekordtief gesenkt werde und Banken zukünftig einen Strafzins für Einlagen zahlen müssen. Geschäftsbanken können sich ab jetzt Geld von der Notenbank zu einem Zinssatz von 0,15 Prozent leihen. Zum Vergleich: Im Juni 2013 lag der Leitzins noch bei 0,50 Prozent.

Monat Zinsbindung10 Jahre15 Jahre20 Jahre
August 2015
Effektivzins
1,47 %1,93 %2,22 %
Juli 20151,57 %2,00 %2,30 %
Juni 20151,49 %1,83 %2,08 %
Mai 20151,25 %1,58 %1,77 %
April 20151,04 %1,35 %1,57 %
März 20151,03 %1,34 %1,55 %
Februar 20151,08 %1,55 %1,78 %
Januar 20151,37 %1,74 %2,10 %
Dezember 20141,45 %2,00 %2,20 %
November 20141,48 %2,03 %2,24 %
Oktober 20141,50 %2,08 %2,30 %
September 20141,45 %2,06 %2,31 %
August 20141,36 %1,97 %2, 24 %
Juli 20141,49 %2,12 %2, 45 %
Juni 20141,85 %2,51 %2,71 %
Mai 20141,75 %2,43 %2, 71 %

Quelle: aktuelle-bauzinsen.info

  • Einlagesatz = – 0,10 &
  • Hauptrefinanzierungssatz = 0,15 %
  • Spitzenrefinanzierungssatz = 0,40 %

EZB beschließt erneute Leitzinssenkung

Der erstmalig beschlossene Einlagensatz gilt für kurzfristig bei der Europäischen Zentralbank deponiertes Kapital. Mit diesem Ansatz erhoffen sich die Wirtschaftsweisen eine Lösung der Kreditklemme. Welchen Einfluss haben diese Maßnahmen auf die Bauzinsen Entwicklung?

Die Europäische Zentralbank hat auch einen Einfluss auf die Bauzinsen Entwicklung.

Durch diesen historisch einmaligen Schritt könnte die Höhe der Baufinanzierungszinsen doch maßgeblich durch die Entscheidungen der Notenbank beeinflusst werden. Was jedoch für die zweite Jahreshälfte 2014 sicher zu scheint: Die Hypothekenzinsen sollten leicht fallen oder sich seitwärts bewegen.

Stand: Juni 2014

Dass sich Prognosen nicht immer bewahrheiten müssen, kann man 2014 wieder an der Bauzinsen Entwicklung feststellen. Noch zum Jahresende wirkte es so, als wäre der historisch einmalige Tiefstand bei den Bauzinsen endgültig Vergangenheit.

Für alle, die ein Haus finanzieren möchten, dürfte die tatsächlich eintretende Zinsentwicklung erfreulich sein: Seit diesem Monat erreichen die Bauzinsen wieder neue Tiefstände. Kurz- bis mittelfristig können Kunden weiterhin von den überaus attraktiven Konditionen profitieren. Bis zum Jahresende ist nicht davon auszugehen, dass die Kosten für eine Immobilienfinanzierung steigen.

Bauzinsen Entwicklung von mehreren Faktoren beeinflusst

Doch von welchen Faktoren hängt die Bauzinsen Entwicklung überhaupt ab? Lässt sich eine Prognose zur Zukunft der Baugeld Kosten treffen?

Oft wird als Antwort hierauf die Höhe der Leitzinsen genannt, also der Zinssatz zu dem sich Banken bei der Europäischen Zentralbank (EZB) Geld leihen können. Aufgrund der anhaltenden Finanz-und Wirtschaftskrise im Euro-Raum wird der Leitzins auf einem sehr niedrigen Niveau gehalten, da man so hofft, das Wachstum zu stimulieren. Seit der letzten Leitzinsänderung im November 2013 werden sie bei 0,25 Prozent belassen.

Wer einen Blick auf die aktuelle Bauzinsen Entwicklung hat, kann eine Menge Geld bei der Immobilienfinanzierung sparen.

Zweifelsfrei haben die Leitzinsen einen Einfluss auf die Bauzinsen Entwicklung. Wie wird sich dieser Koeffizient in Zukunft entwickeln? Erst im Mai wurde beschlossen, die Zinsen auf dem derzeitigen Niveau zu belassen. Jedoch halten sich die Wirtschaftsweisen die Möglichkeit offen, diese wieder anzuheben, wenn sich die Indizien für eine drohende Deflation im Euro-Raum verstärken.

Nichtsdestotrotz fordert die OECD von der EZB weiterhin, dass diese den Leitzins auf 0 Prozent absenkt. Je nachdem wie sich die weitere Dynamik gestaltet, sind hier also Bewegungen nach oben oder unten möglich.

Pfandbriefkurve und Bundesanleihen

Ein weiteres wichtiges Anzeichen für die Bauzinsen Entwicklung in Deutschland ist die DGZF-Pfandbriefkurve. Die Deutsche Giro-Zentrale in Frankfurt (DGZF) gibt mit diesem Indikator, der von der Deka-Bank und den Landesbanken ermittelt wird, an, zu welchen Konditionen öffentlich-rechtliche Geldhäuser Pfandbriefe anbieten. Analog dazu verhält sich auch ein weiterer Messwert, nämlich die Rendite von Bundesanleihen mit einer Laufzeit von zehn Jahren.

Da es sich hierbei um sehr sichere Geldanlagen handelt, ist die Verzinsung auch dementsprechend gering. Sobald es aber die wirtschaftliche Situation wieder zulässt, in riskantere Kapitalanlagen zu investieren, werden auch bei Pfandbriefen und Bundesanleihen Zinsaufschläge der Fall sein.

Da in Vergangenheit die Zinsentwicklung stark mit diesen beiden Werten gekoppelt war, lohnt es sich diese beiden Indikatoren zu beobachten, wenn man einen günstigen Moment zur Immobilienfinanzierung abpassen möchte. 

Angebot und Nachfrage

Nachdem Sie nun die zwei wichtigsten Einflussgrößen auf die Bauzinsen Entwicklung kennen, Pfandbriefrendite und EZB-Leitzinsen, widmen für uns einem weiteren oft vernachlässigten Faktor: Der Fortgang der Konditionen bei Immobilienfinanzierung hängt natürlich auch von den beiden bekanntesten Variablen der Preisbildung ab – Angebot und Nachfrage.

Nun könnte man vermuten, dass aufgrund der niedrigen Bauzinsen eine hohe Nachfrage bei Baudarlehen herrscht. Dies ist zweifelsfrei der Fall, jedoch ist auch die Nachfrage nach dem deutschen Schuldner bei den Banken hoch – gilt er doch als zuverlässig und konservativ beim Risiko. Die Kreditinstitute kämpfen also um Kunden und überbieten sich mit immer besseren Konditionen bei Hypothekendarlehen.

Mutter Natur spricht auch ein Wörtchen mit

Auch das Wetter spielt eine Rolle bei der Bauzinsen Entwicklung. Dies Jahr war der Winter mild und der Lenz startete bereits früh voll durch. Da die meisten Hypothekendarlehen Abrufkredite sind, senken die Geldinstitute ihre Zinsen, um für eine Umschuldung attraktiv zu werden. Dieses „Umschuldungsfenster“ mit besonders günstigen Konditionen ist immer für den ersten Monat einer neuen Bausaison geöffnet.

Andere Marktteilnehmer

Ein Umstand, der für Verbraucher schwer zu fassen sein dürfte, ist die Entwicklung auf den Devisenmärkten. Ist der Euro beispielsweise stark und Ihre Bank muss die Mittel für Ihren Baukredit aus dem Dollar-Raum transferieren, profitieren Sie indirekt vom Wechselkurs.
Somit hängt die Bauzinsen Entwicklung in erster Linie von den weiteren Marktteilnehmern ab, mit denen Sie um das Darlehen konkurrieren. Allerding ist für Ihren individuellen Zinssatz auch Ihre persönliche Situation ausschlaggebend. Es entscheiden also auch Bonität, Arbeits- und Familienverhältnisse.

Individuelle Gegebenheiten berücksichtigen

Wichtig ist, dass wenn Sie die für sich beste Baufinanzierung finden möchten, nicht nur auf ein Angebot eines Anbieters vertrauen, sondern sich mindestens sieben voneinander unabhängige Finanzierungsvorschläge unterbreiten lassen. Dies raten die Verbraucherschützer der Stiftung Warentest. Ist ein Angebot in der engeren Auswahl, können Sie dieses von einer Verbraucherzentrale gegenchecken lassen. So vermeiden Sie alle Stolperfallen und können sich trotzdem ein gutes Darlehen mit niedrigen Hypothekenzinsen sichern.

Viel Erfolg bei der Baufinanzierung!

Aktuelle Entwicklung der Bauzinsen